Rückverfolgbarkeit ist in Maschinenbau, Automotive und Anlagenbau zunehmend Pflicht, nicht Zusatzleistung. Wir kennzeichnen Bauteile mit Lasergravur und Nadelprägen — als Arbeitsgang im laufenden Fertigungsprozess, nicht als nachgelagerten Fremdauftrag. Gravieranlage: Epilog Laser Zing 24, 40 W CO²-Laser, Arbeitsbereich 610 × 305 × 197 mm.
| Merkmal | Ausführung | Wert |
|---|---|---|
| Anlage | Epilog Laser Zing 24, Baujahr 2018, CO²-Laser für Gravur und Beschriftung | 40 W |
| Arbeitsbereich | Nutzbarer Bereich in X, Y und Z — die Z-Achse erlaubt auch Bauteile mit Bauhöhe | 610 × 305 × 197 mm |
| Verfahren | Lasergravur berührungslos, Nadelprägen mechanisch verformend | 2 Verfahren |
| Codearten | QR-Code und DataMatrix (DMC) für die maschinelle Erfassung, dazu Klartext | QR · DMC |
| Inhalte | Artikel- und Zeichnungsnummer, Werkstoff, Charge, Seriennummer, Logo | frei definierbar |
| Einordnung | Arbeitsgang innerhalb der eigenen Fertigung, ohne Transport zu einem Dienstleister | im Haus |
| Verfahren | Eigenschaften und typischer Einsatz | Ergebnis |
|---|---|---|
| Lasergravur | Berührungslos, feine Zeichen und dichte Codes, saubere Optik. Geeignet, wenn die Kennzeichnung sichtbar, aber unauffällig sein soll und die Oberfläche nicht verformt werden darf. | fein · sauber |
| Nadelprägen | Mechanisch eingeprägt und damit dauerhaft und verschleißfest — auch auf rauen Oberflächen und nach weiterer Bearbeitung lesbar. Geeignet für Bauteile im Feld, im Schüttgut oder unter Beschichtung. | dauerhaft |
| Kombination | Klartext für die Sichtprüfung, Code für die Erfassung im System — auf demselben Bauteil, in einem Arbeitsgang geplant. | lesbar · scanbar |
Wer Bauteile später eindeutig zuordnen muss, braucht die Information am Teil selbst. QR-Code und DataMatrix verbinden das Bauteil mit der digitalen Akte: Zeichnungsstand, Werkstoff, Charge, Fertigungsauftrag.
Kennzeichnung wird häufig extern beauftragt — mit zusätzlichem Transport, eigener Bestellung und einer weiteren Schnittstelle im Termin. Bei uns ist sie ein Arbeitsgang in derselben Fertigung, in der das Teil entsteht.
Die richtige Kennzeichnung hängt davon ab, was mit dem Bauteil danach passiert. Wir wählen das Verfahren nach Oberfläche, Folgebearbeitung und Einsatzbedingungen — und sagen es, wenn eine Vorgabe technisch nicht trägt.
Eine Kennzeichnung ist selten der einzige Arbeitsgang. Meist steht sie am Ende einer Kette aus Zuschnitt, Zerspanung, Fügen und Oberfläche — und genau deshalb entscheidet ihre Position in der Reihenfolge darüber, ob sie am gelieferten Bauteil noch lesbar ist. Eine Gravur, die anschließend gestrahlt oder pulverbeschichtet wird, kann verschwinden; eine geprägte Kennzeichnung übersteht diese Schritte. Weil bei uns alle beteiligten Gewerke im selben Haus liegen, planen wir den Arbeitsgang an der richtigen Stelle ein, statt ihn hinterher anzuhängen.
Schicken Sie Zeichnung, Werkstoff und den gewünschten Inhalt der Kennzeichnung — Klartext, QR-Code oder DataMatrix. Wir sagen Ihnen, welches Verfahren trägt.