Zwei DMG MORI Drehmaschinen in Kottenheim: Drehdurchmesser bis Ø 400 mm, Drehlänge bis 800 mm. Die CLX 450 arbeitet mit Stangenlader und Gegenspindel und damit in einem Durchlauf fertig, die CTX beta 800 linear ergänzt eine Y-Achse für Fräsbearbeitung in derselben Aufspannung.
Die beiden Drehmaschinen sind bewusst unterschiedlich ausgestattet. Die CLX 450 ist auf mannarme Serienfertigung aus der Stange ausgelegt, die CTX beta 800 linear auf Bauteile, die neben der Drehbearbeitung Fräsoperationen benötigen. Beide erreichen denselben Bauraum, sodass ein Bauteil bei Kapazitätsbedarf nicht neu ausgelegt werden muss.
| Anlage | Ausführung | Wert |
|---|---|---|
| CLX 450 | DMG MORI, Baujahr 2022, Stangenlader mit Gegenspindel für Komplettbearbeitung in einem Durchlauf, Drehlänge 800 mm | Ø 400 mm |
| CTX beta 800 linear | DMG MORI, Baujahr 2019, Y-Achse mit 120 mm für Fräsbearbeitung in der Drehaufspannung, Drehlänge 800 mm | Ø 400 mm |
| Werkstoff | Typische Anwendung | Hinweis |
|---|---|---|
| Stahl | Wellen, Bolzen, Buchsen, Adapter, Flansche | Standard |
| Edelstahl | Drehteile mit Korrosionsanforderung, Anlagen- und Schüttguttechnik | Standard |
| Aluminium | Leichtbauteile, Aufnahmen, Distanzstücke | Standard |
| Titan | Bauteile mit hoher Festigkeit bei geringem Gewicht | auf Anfrage |
| Kunststoff | Gleitbuchsen, Isolationsteile, Prototypen | Standard |
Der Stangenlader mit Gegenspindel übergibt das Bauteil im Prozess und bearbeitet die Rückseite ohne manuellen Eingriff. Das ergibt mannarme Serienfertigung: Die Maschine läuft weiter, während die Bedienung an anderer Stelle arbeitet.
Mit 120 mm Y-Verfahrweg erlaubt die CTX beta 800 linear Fräsoperationen außerhalb der Drehmitte. Nuten, Abflachungen und Bohrbilder entstehen in derselben Aufspannung wie die Drehkonturen.
Das Drehteil ist bei uns kein isolierter Arbeitsgang, sondern Teil eines zertifizierten Prozesses bis zum einbaufertigen, gekennzeichneten Bauteil.
Maßgeblich ist die Zeichnungsvorgabe. Ist auf der Zeichnung nichts anderes angegeben, fertigen wir nach DIN ISO 2768-1. Engere Maß- und Formtoleranzen, Passungen und definierte Oberflächengüten bewerten wir bauteilbezogen vor dem Angebot. Wir bestätigen sie erst, wenn sie im Prozess abgesichert und messbar sind — das ist für beide Seiten günstiger als eine Zusage, die erst in der Serie auffällt.
Ein Drehteil verlässt das Haus selten direkt nach der Maschine. Häufig folgen Fräsoperationen, eine Oberfläche und eine dauerhafte Kennzeichnung, manchmal steht davor eine Konstruktionsaufgabe, weil nur ein Muster vorliegt. Alle diese Schritte liegen am Standort Kottenheim. Sie erhalten dadurch ein Angebot, einen Liefertermin und eine Rechnung — und ersparen sich die Zwischenlager und Transportzeiten, die eine über mehrere Betriebe verteilte Kette immer mitbringt.
Laden Sie STEP und PDF hoch — mit Werkstoff, Stückzahl und Jahresbedarf. Sie hören von einem Menschen, nicht von einem Ticketsystem.